Ratgeber

Lauter kleine Kraftpakete

Ernährungswissen

Hülsenfrüchte sind eine große Gruppe an Lebensmitteln, die eines gemeinsam haben: viel hochwertiges Eiweiß und jede Menge Ballaststoffe. Aufgrund ihrer zahlreichen wertvollen Inhaltsstoffe werden Sie auch zu den Superfoods gezählt.

Gerade die klassischen Hülsenfrüchte Erbsen, Linsen und Bohnen erleben derzeit eine Renaissance. Kein Wunder, der Trend geht immer mehr zu leckeren, aber auch möglichst gesunden Gerichten. Die kleinen Kraftpakete gehören zu den ernährungsphysiologisch wertvollsten pflanzlichen Nahrungsmitteln: Sie enthalten reichlich Eiweiß, Mineralien wie Kalium, Magnesium, Eisen und Zink sowie viele Vitamine. Ihr hoher Anteil an komplexen Kohlenhydraten, also Ballaststoffen, sorgt gleichzeitig für eine lang anhaltende, angenehme Sättigung. Obendrein schmecken Hülsenfrüchte hervorragend und sind vielseitig verwendbar. So sind sie weltweit zu einem wichtigen Bestandteil der menschlichen Ernährung geworden. Insbesondere bei fleischarmer oder vegetarischer Kost – die heute einen immer größeren Stellenwert einnimmt – sind sie unverzichtbar. Probieren Sie sie mal als Pizza-Belag (Kichererbsen, Erbsen), Brotaufstrich (Kichererbsen, weiße Bohnen), Falafel- oder Wrap-Füllung (Kichererbsen, Kidneybohnen), Salatzutat (grüne und weiße Bohnen, Erbsen, Linsen, Kidneybohnen, Kichererbsen) oder im Eintopf (Linsen, Bohnen, Erbsen).

ROTE LINSEN: Bei roten Linsen handelt sich um bereits geschälte Linsen – mit Schale sind sie braun oder lilafarben. Ihr Vorteil: Schon nach wenigen Kochminuten sind sie gar! Sie werden leicht mehlig und sind somit ideal für Eintöpfe, Suppen und Currys. Übrigens: Nach dem Kochen sind sie in der Regel gelb.

BERGLINSEN: Diese rotbraune festkochende Linsensorte schmeckt intensiv und aromatisch. Verwenden Sie sie als Basis für vegetarische Bratlinge, Aufläufe und Eintöpfe. Außerdem schmecken sie hervorragend in Salaten.

KICHERERBSEN: Kichererbsen sind nicht wirklich albern – ihr Name stammt vom lateinischen Begriff für Erbse: „cicer“. Ihr hoher Kalzium- und Eisengehalt macht sie auch für Vegetarier besonders interessant. Bekannt wurden die Kichererbsen hierzulande durch die orientalische Kichererbsenpaste, auch Hummus genannt.